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Working Paper Reihe

Lupe [1]

Working Paper Nr. 3:

Kirchner, Stefan (2021).  [2]Kommt jetzt die Plattformgesellschaft? Grundlagen, Organisationen und Perspektiven in der digitalen Transformation.  [3]

Abstract:

Digitale Plattformen, wie Uber oder Airbnb, läuten das Ende der Organisationsgesellschaft ein, die von bürokratischen Großorganisationen geprägt war. Das behaupten zumindest aktuelle Thesen zur Plattformökonomie. Tatsächlich finden sich in der Debatte um Digitalisierung jedoch erstaunlich wenige konzeptionelle Anhaltspunkte, wie genau sich mit Digitalisierung ein substanzieller Wandel ergibt. Diagnosen, wie „Plattformkapitalismus“, „Plattformgesellschaft“ oder „Plattformisierung“ fehlt bisher eine umfassende Fundierung. Der Beitrag führt vor diesem Hintergrund sechs Mechanismen der Digitalisierung ein, die veränderte Organisationsstrukturen ermöglichen. Auf dieser Grundlage, werden digitale Plattformen genauer als Plattformorganisationen bestimmt. Als soziale Form folgen digitale Plattformorganisationen einem Designmuster aus Kern, Rand und Schnittstellen, das mit Hilfe digitaler Technik spezifische soziale Ordnungen erzeugt und aufrechterhält. Plattformen etablieren dabei eine spezifische Form der Herrschaft, die mit sozialen Ungleichheiten und Effekten für die gesellschaftliche Integration einhergeht. Insofern verschieben sich die Eckpfeiler der klassischen Organisationsgesellschaft weg von Großorganisationen, hin zu Plattformorganisationen, die als Strukturprinzip zunehmend Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft prägen. Die Analyse digitaler Plattformen unterstreicht dabei die Bedeutung sozialer Formen und sozialer Ordnungen als zentrale Ankerpunkte für eine konzeptionelle Fundierung einer Soziologie der Digitalisierung. 

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Working Paper Nr. 2:

Clemens Ohlert, Oliver Giering, Stefan Kirchner (2020). Digital transformation as a segmented process Empirical findings from a large German employer survey [5]

Abstract:

The view of a technologically determined, seamless and comprehensive digitalization has provoked sociological counter-arguments, claiming that digitalization processes are shaped by the interaction of technical and social conditions within systems of work and production. This paper engages with this controversy by analysing the most recent data from the German IAB Establishment Panel, which contains information on firms’ usage of a variety of digital technologies. From a sociological perspective, we argue that digitalization unfolds in a highly segmented process. We show that establishments’ usage of digital technologies differs substantially by industry, firm size, firm age, the extent of competitive pressure and the employee structure in the firm. Different new digital technologies are dependent on similar drivers and limitations at the firm level. Hence, our results support the idea that social embeddedness differentiates digitalization processes, resulting in a particular segmentation of firms’ work and production systems.

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Working Paper Nr. 1:

Stefan Kirchner (2019). Arbeiten in der Plattformökonomie. Organisationssoziologische Grundlagen und Grenzen der Entwicklungsdynamik [7]

Abstract:

In der Plattformökonomie organisieren Unternehmen, wie Uber, Airbnb, Deliveroo oder Upwork, zunehmend digitale Marktplätze für bezahlte Arbeit im Internet. Bislang gibt es jedoch kaum theoretisch-fundierte Anhaltspunkte, wie genau diese Marktorganisatoren die bezahlte Arbeit tatsächlich organisieren. Um diese Lücke zu schließen, bestimmt der Artikel drei grundlegende Koordinationsprobleme der betrieblichen Organisation von Arbeit und unterfüttert diese Argumentation mit dem Ansatz der Organisation von Märkten (Ahrne et al. 2015). Entlang von fünf Elementen der Organisation (Mitgliedschaft, Regeln, Überwachung, Sanktionen, Hierarchie) zeigen sich die organisationssoziologischen Grundlagen. Darauf aufbauend unterstreicht die Argumentation, dass die Arbeit in der Plattformökonomie deutlich erkennbaren Grenzen unterliegt. Dennoch zeigt sich eine besondere Leistungsfähigkeit der Organisatoren digitaler Marktplätze alternative, nicht- betriebliche Lösungen für grundlegende Koordinationsprobleme der Organisation von Arbeit zu installieren. Der Artikel plädiert dafür, in zukünftiger Forschung die empirischen Befunde stärker mit theoretischen Fundamenten zu verbinden und konkurrierende Fundamente zu entwickeln, um diese kontrovers zu diskutieren und zu prüfen.

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