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TU Berlin

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DFG-Projekt: Spielt die Makro-Ebene eine Rolle? Eine vergleichende Analyse von Institutionengefügen und Gigwork-Plattformen in Ländern der EU-28 (im SPP 2267)

Projektleitung:  Professor Dr. Stefan Kirchner, Technische Universität Berlin, in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Jürgen Beyer, Universität Hamburg;

Beschreibung: Ziel dieses beantragten Forschungsprojektes ist es, zu analysieren und zu verstehen, wie nationale Institutionengefüge und Gigwork-Plattformen miteinander verknüpft sind. Dabei konzentriert sich das Projekt auf Gigwork-Plattformen für Transport-, Essenslieferungs- und Übernachtungsdienstleistungen, die jeweils bekannte Fälle für digital vermittelte, ortsgebundene, bezahlte Arbeitsaufträge darstellen und oft als „Gigwork“ bezeichnet werden. Gigwork genießt europaweit Aufmerksamkeit, insbesondere durch die Aktivitäten von beispielhaften und prominenten Plattformunternehmen, wie Uber, Deliveroo und Airbnb. Während einige Untersuchungen annehmen, dass Gigwork-Plattformen einer Regulierung einfach ausweichen, nehmen andere etablierte Ansätze an, dass nationale Institutionengefüge wirtschaftliche Aktivitäten prägen und so auch Gigwork beeinflussen sollten. Derzeit wissen wir jedoch vergleichsweise wenig darüber, ob und wie nationale Institutionengefüge relevant für die bezahlte Arbeit auf Gigwork-Plattformen in vielen Europäischen Ländern sind. Um diese Forschungslücke zu schließen, untersucht das Projekt die systematische Verknüpfung von Institutionengefügen und Gigwork-Plattformen vergleichend in EU-28-Ländern. Das Projekt analysiert die Mechanismen, durch die nationale Institutionengefüge die Grenzen und Möglichkeiten von Gigwork-Plattformen bestimmen, Arbeitspraktiken zu durchdringen und Arbeit durch ihre Plattformmodelle verfügbar zu machen. Neben qualitativen, historisch-vergleichenden Untersuchungsmethoden des Process Tracing, wendet das Projekt eine neue Methode für quantitative Ländervergleiche an. Diese Methode nutzt Crowdsourcing-Plattformen, um die Datensammlung als bezahlte Aufträge an Personen in den jeweils untersuchten Ländern zu vergeben. Die so gesammelten Daten werden in einen Länderdatensatz eingespeist und mit quantitativen Methoden analysiert. Die qualitativen und quantitativen Ergebnisse kartographieren die Verknüpfungen von nationalen Institutionengefügen mit Gigwork-Plattformen und halten fest, welche Muster und Mechanismen diese Verknüpfungen prägen. Das Projekt trägt direkt zu den übergreifenden Zielen des Schwerpunktprogrammes (SPP 2267) bei, in dem es in einer soziologischen Perspektive auf der Makro-Ebene grundlegende Prozesse und Mechanismen untersucht, die der Digitalisierung der Arbeitswelten als eine systemische Transformation zugrunde liegen. Das beantragte Projekt überwindet den fragmentierten Zustand der Forschung zu Gigwork und entwickelt eine umfassende, vergleichende Perspektive. Damit leistet das Projekt einen grundlegenden Beitrag für die generelle Frage, ob und in welcher Weise die Makro-Ebene für die Digitalisierung von Arbeitswelten relevant ist. In diesem Sinne, veranschaulichen die Gigwork-Beispiele die Möglichkeiten und Grenzen die Digitalisierung der Arbeitswelten institutionell zu regulieren.

Das Projekt ist Teil eines Schwerpubktprogrammes der DFG: SPP 2267:  Digitalisierung der Arbeitswelten. Zur Erfassung und Erfassbarkeit einer systemischen Transformation

Weitere Informationen zum Projekt: [Link]

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